Es geht wieder los: Mittlerweile hat in ganz Deutschland das neue Schuljahr begonnen. Für die Schülerinnen und Schüler beginnt damit wieder „der Ernst des Lebens“. Etwa 700.000 Schüler drücken in diesen Tagen erstmals die Schulbank. Inwieweit dabei Computer, Informatik und neue IT-Technologien eine Rolle spielen (müssen), wird seit Jahren kontrovers diskutiert.

Politiker, Wissenschaftler und vor allem die händeringend nach Fachkräften suchende Wirtschaft erklären immer wieder, wie wichtig es generell ist, bereits in der Schule die Weichen für die Herausforderungen der zukünftigen Arbeitswelt zu stellen: Stichwort Digitalisierung. Eine entsprechende technische Ausstattung der Schulen mit moderner IT ist dabei genauso wichtig wie die Erweiterung des klassischen Lehrplans um neue IT-Themen. Doch trotz dieser Erkenntnisse hapert es in den meisten Schulen in Deutschland auch heute noch sowohl an der Ausstattung als auch an der Ausbildung.

Schlechte Noten für Schul-IT

So erklärten in einer repräsentativen Umfrage des Bitkom Ende 2016 40 Prozent der Eltern schulpflichtiger Kinder, dass der Zustand der Computertechnik an der Schule ihres Kindes „schlecht“ oder „sehr schlecht“ sei. Nur 21 Prozent vergaben die Bewertung „gut“ oder „sehr gut“. Und auch was die IT-technische Weiterbildung ihrer Sprösslinge betrifft, haben die befragten Eltern eine klare Vorstellung. Rund zwei Drittel (64 Prozent) sprachen sich in der Bitkom-Umfrage für die Einführung eines Pflichtfachs Informatik ab der 5. Klasse aus.
Im internationalen Vergleich hinken deutsche Schulen bei der IT-Ausstattung ebenfalls hinterher. So kam die internationale ICILS-Studie zu IT-Kompetenzen von Schülern bereits 2014 zu dem Ergebnis, dass sich in Deutschland 11,5 Schüler einen Computer teilen müssen, während es beispielsweise in Norwegen nur 2,4 Schüler sind. Auch beim Einsatz moderner IT-Technik im Unterricht sind deutsche Schulen eher zurückhaltend. Laut einer Studie der Telekom-Stiftung nutzen im Bundesschnitt nicht einmal die Hälfte der Lehrkräfte mindestens einmal pro Woche ein IT-Gerät im Unterricht. Außerdem gaben auch nur 55 Prozent der Lehrkräfte an, dass ihre Schule transportable Geräte für die Schüler bereitstellt.

Politik bei Digitalisierung an Schulen nur zögerlich

Die Politik kommt beim Thema Digitalisierung an Schulen auch nicht so richtig „in die Puschen“. Bereits 2013 hatte die große Koalition im Koalitionsvertrag eine gemeinsame Strategie „Digitales Lernen“ vereinbart. Doch erst im Herbst 2016 kündigte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka ein Milliardenprogramm zum Ausbau der Schul-IT an. Ziel des Programms ist es, allen 40.000 Schulen – also öffentlichen und privaten Grundschulen, weiterführenden Schulen und Berufsschulen – bei der Digitalisierung zu helfen. Bis 2021 will der Bund fünf Milliarden Euro unter anderem in die Breitbandanbindung, in W-LAN-Zugänge und in Endgeräte wie Laptops und Tablets investieren. Die Länder sollen sich verpflichten, „digitale Bildung zu realisieren“, also Lehrkräfte aus- und fortzubilden und pädagogische Konzepte zu entwickeln. Die schlechte Nachricht: Die Bundesministerin sieht das Programm lediglich als Vorschlag für die Koalitionsverhandlungen nach der nächsten Bundestagswahl im Herbst 2017 an.

Wie sieht die optimale Schul-IT aus?

Betrachtet man sich die Herausforderungen, die ein digitales Lernen an die IT einer Schule stellt, so ähnelt diese in weiten Teilen einer modernen IT-Umgebung in Unternehmen. Zuerst einmal muss gewährleistet sein, dass ein leistungsfähiger Breitbandanschluss vorhanden ist, damit ein performanter Zugang ins Internet gewährleistet werden kann. Darüber hinaus benötigt eine Schule auch intern eine IT-Infrastruktur (Verkabelung, W-LAN), die das gesamte Schulgelände abdeckt. Außerdem sind neben den entsprechenden Endgeräten (PCs, Tablets, Laptops, Whiteboards) auch entsprechende Backend-Systeme erforderlich, um ein reibungsloses Lehren und Lernen zu ermöglichen. Die größte Herausforderung besteht sicher im Bereich IT-Security, denn zum einen müssen natürlich die personenbezogenen Daten der Schüler sowie deren Zensuren vor dem Zugriff Unbefugter geschützt werden, auf der anderen Seite gibt es natürlich gerade in Schülerkreisen immer wieder so genannte „Nerds“, die so eine Schul-IT-Umgebung gerne einmal „auf die Probe stellen“. Ein Beispiel dafür sind die 2012 bundesweit bekannt gewordenen Schüler-Hacker aus Lübeck.
Und last, but not least, muss es natürlich jemanden geben, der sich um Administration und Wartung kümmert. Ein Physik-, Mathe-und/oder Informatiklehrer ist nicht von Hause aus der geborene IT-Administrator.

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