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Friday, November 21, 2008  | Home » Service, Support & IT-Beratung » Prozesse » ITIL
 
IT Infrastructure Library  IT Infrastructure Library Minimize

Die IT Infrastructure Library, kurz ITIL ist ein Leitfaden zur Unterteilung der Funktionen und Organisation der Prozesse, die im Rahmen des serviceorientierten (im Gegensatz zum technologieorientierten) Betriebs einer IT-Infrastruktur eines Unternehmens entstehen (IT Service Management).

Sie wurde von der Central Computing and Telecommunications Agency (CCTA) entwickelt, einer Regierungsbehörde in Großbritannien, und ist in einer Reihe von Büchern definiert, die vom Office of Government Commerce (OGC), einer Stabstelle der Regierung von Großbritannien, seit 1989 herausgegeben werden.

Vor allem in Großbritannien und den Niederlanden ist die Organisation von IT-Prozessen nach ITIL ein weit verbreiteter Standard, in Deutschland wächst die Bedeutung ebenfalls stetig. In einer Veröffentlichung aus dem Jahr 2004 wird die Anzahl der weltweit zertifizierten ITIL-Professionals mit über 50.000 beziffert. Die ITIL hat in den letzten Jahren mit ihrer starken Verbreitung in IT-Abteilungen dazu beigetragen, dass sich unter IT-Verantwortlichen ein Bewusstsein und eine gemeinsame Terminologie für IT Service Management herausgebildet haben. Das gemeinsame Verständnis erleichtert die Kommunikation zwischen IT-Abteilungen, sowohl innerhalb eines Unternehmens als auch unternehmensübergreifend.

ITIL versucht keine endgültige und umfassende Standardisierung, sondern verfolgt einen sog. "best practice" Ansatz. Dabei werden in der Praxis erfolgreiche Modelle und Organisationsformen so beschrieben, dass sie von jeder Organisation beliebig adaptierbar sind und somit auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten werden können. Preis dieser Flexibilität ist allerdings die Ungenauigkeit der Beschreibungen, so dass bei Umsetzung konkretisierende Sekundärliteratur hinzu gezogen werden muss. Mitunter deshalb überarbeitet das OGC derzeit die ITIL auf bessere Anwendbarkeit.

Die ITIL ist keine Projektmanagementmethode: Sie soll nicht die Einführung einer IT-Infrastruktur organisieren, sondern vielmehr deren dauerhaften Betrieb. Sie definiert eine Fülle von Aufgabenstellungen, die beim Betrieb dieser Infrastruktur anfallen. Damit wird sie interessant für Situationen, in denen der Betrieb dieser Infrastruktur beispielsweise ausgelagert werden soll (IT-Outsourcing) oder intern im Rahmen von Profitcenter-Betrachtungen organisiert werden soll: Über die ITIL können sehr einfach Kunden-Lieferantenbeziehungen definiert werden, in denen ein Kunde die Bereitstellung definierter IT-Services in bestimmter Qualität von einem Lieferanten einkaufen kann.

ITIL steht nicht im Gegensatz zu eTOM. IT-Dienstleistungsunternehmen, die ihre Prozesse nach ITIL ordnen, haben einen leichten Übergang zur "enhanced Telecom Operations Map".

Quelle: Wikipedia

  
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